Jahresabschluss der Deponie Freidorf GmbH

vom 09.03.2012

Der Jahresabschluss 2010, geprüft von der Fidelis Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft wurde durch die Gesellschafterversammlung am 23.02.2012 festgestellt.
Der Jahresabschluss liegt in den Geschäftsräumen der OVVD GmbH, Zum Kranichmoor, 17091 Rosenow zur Einsicht aus in der Zeit vom 12.03.2012 bis 30.03.2012.

Geier
Geschäftsführer

 

 

Kirchturmuhr kann jetzt saniert werden

vom 21.12.2011
Nordkurier 21.12.11 von A. Brauns
Bild Nordkurier 21.12.2011 von A. Brauns

Rosenow.Gute Aussichten für die Rosenower Kirchturmuhr. „Im Grunde haben wir das Geld für die Wiederherstellung zusammen“, freute sich gestern Bettina von Wahl vom Drei Kirchen Förderverein Rosenow-Schwandt-Tarnow bei der Übergabe eines Schecks der Ostmecklenburgisch Vorpommerschen Verwertungs- und Deponie GmbH (OVVD). Bei einem Weihnachtsbaumschlagen für die Mitarbeiter waren 1000 Euro zusammen gekommen. „Frau von Wahl ist sehr hartnäckig und wir fühlen uns hier auch ein bisschen verantwortlich“, begründete Geschäftsführer Hans-Jürgen Geier das Engagement. Die OVVD hat die Sanierung der vom Förderverein unterstützten Kirchen „schon mit mehreren tausend Euro“ befördert, so Bettina von Wahl.
Nachdem neben der OVVD-Spende die Sparkassen-Stiftung 2000 und das Autohaus Piahowiak 1000Euro in Aussicht gestellt haben, bringt der Verein noch etwa 4500 Euro auf. Die alten Ziffernblätter werden aufgearbeitet, die Uhr bekommt neue Zeiger und ein Digitaluhrwerk mit Verbindung zu den Glocken und einem Schlagwerk. Vielleicht kann sie schon zu Ostern oder Pfingsten wieder ihren Dienst versehen. Wie oft sie zu hören sein wird, soll mit der Gemeinde beraten werden.

 

Wir sind ein völlig normales Unternehmen - Arbeitskreis Umwelt zu Besuch bei den Energiewerken Nord

vom 15.12.2011
Faktor Wirtschaft 15.12.2011 von Ivonne Schnell

Lubmin. Dort, wo einen Tag später der russische Präsident Dmitri Medwedew und Bundeskanzlerin Angela Merkel den ersten Strang der Ostsee-Pipeline Nord Stream mit vielen hochkarätigen Gästenoffiziell in Betrieb nehmen sollte, kam Anfang November der Arbeitskreis Umwelt der Industrie- und Handelskammer zu Neubrandenburg zusammen: auf dem weitläufigen Gelände der Energiewerke Nord GmbH in Lubmin. „Ich bin gefragt worden, warum wir heute hier sind“, begrüßte der Vorsitzende, Hans-Jürgen Geier, die Runde. Dass der Termin aber nichts mit der Einweihung des gigantischen Gasprojektes zu tun hatte und eher zufällig gewählt war, machte der Geschäftsführer der Ostmecklenburgisch Vorpommerschen Verwertungs- und Deponie GmbH aus Rosenow nahe Demmin umgehend klar: „Die EWN ist ein wichtiges Unternehmen für die Region.“

Gerade vor dem Hintergrund der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima und dem von der Bundesregierung beschlossenen Atomausstieg stelle sich für die Umweltwirtschaft die Frage, welche wichtigen Aufgaben ergeben sich daraus für den Rückbau – und dabei insbesondere für die Energiewerke Nord, die mit ihrem Know-how auf diesem Gebiet gewissermaßen „Vorreiter“ wäre. Jürgen Ramthun, der zur EWN-Geschäftsführung gehört und für die Bereiche Kaufmännische Verwaltung und Personal verantwortlich zeichnet, schwächte in seinem Vortrag über die Entwicklung des einstigen Kernkraftwerkes Greifswald ein wenig ab: „Ja, wir haben an vielen Stellen Neuland betreten und so Pionierarbeit geleistet. Aber es wird nicht so kommen, dass wir eines Tages mehrere Teams quer durch ganz Deutschland schicken werden, um die Atomkraftwerke zurückzubauen.“ Das gehe allein schon wegen der Kosten nicht – und auch deswegen nicht, weil EWN Konkurrenten habe.

Im gleichen Atemzug betonte Ramthun, dass die EWN inzwischen ein „völlig normales Unternehmen“ sei und deutlich mehr Aufgaben wahrzunehmen habe, als sich selber – die stillgelegten DDR-Kernkraftwerke Greifswald und Rheinsberg in Brandenburg (Anm. d. Red.) – abzubauen. So überall dort zum Beispiel, wo der Bund verantwortlich sei. Und für Dritte, wie später Joachim Griep, Hauptabteilungsleiter für Betrieb, bei einer Führung durch das Zwischenlager noch erklären sollte.

Dieses wurde in der ersten Hälfte der neunziger Jahre errichtet – und galt laut Ramthuns Ausführungen als „wichtiger Baustein“, um sich überhaupt auf den Abriss von kerntechnischen Anlagen spezialisieren zu können. Auch wenn der Rückbau in den kommenden zwei Jahren abgeschlossen sein soll, so sah der Geschäftsführer in einigen Bereichen noch jede Menge Potenzial für EWN: „Drei große Gaskraftwerke können wir hier insgesamt vertragen.“ Die Lubminer Heide als Energie- und Technologiestandort kontinuierlich weiterzuentwickeln, auch das hat sich die Energiewerke Nord GmbH auf die Fahnen geschrieben. Und so haben sich viele Unternehmen und Institutionen mittlerweile auf dem riesigen Gelände des stillgelegten Kernkraftwerkes angesiedelt.

Neben der Bundespolizei sind dies zum Beispiel eine Rapsdiesel-Firma oder der Kranbauer Liebherr. Sie geben einigen Menschen aus der Region wieder eine Arbeit. Rund 3000 Beschäftigte musste EWN seit der Wende entlassen. Von drei großen Kündigungswellen berichtete Ramthun, die „halbwegs sozialverträglich“ abgelaufen seien. Lange Zeit durfte das Unternehmen keine neuen Leute einstellen. Doch jetzt denkt er erstmals wieder darüber nach, in einigen Bereichen Personal aufzustocken.

 

Landesminister lernt Deponie kennen

vom 07.12.11
Nordkurier 08.12.2011 von Torsten Heil

Großer Bahnhof gestern in der Ostmecklenburgisch-Vorpommerschen Verwertungs- und Deponie GmbH (OVVD): Der neue Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) machte seinen Antrittsbesuch – und zeigte sich am Ende beeindruckt von dem, was er sah und hörte. „Die OVVD ist ein sehr gutes Beispiel für kommunale und privatwirtschaftliche Zusammenarbeit in der Region.“


Deponie-Geschäftsführer Hans-Jürgen Geier stellte das Unternehmen vor: Die Deponie verfügt über eine Kapazität von 4 Millionen Kubikmeter für Abfall. „Aufgrund des demografischen Wandels ist aber das Müllaufkommen um rund fünf Prozent gesunken“, erklärte Geier. Deshalb erschließen die Betreiber neue Geschäftsfelder auf dem Energiemarkt. Müll soll künftig stärker als bisher zur Energiewende beitragen. Die OVVD entsorgt den Müll der Kreise Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald und Neubrandenburg mit etwa 516 000 Einwohnern. Jährlich wird eine Abfallmenge von rund 180 000 Tonnen verarbeitet. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 61 Mitarbeiter und 5 Auszubildende.


Auch das 2008 gegründete Umwelttechnologienetzwerk „enviMV“ präsentierte sein Konzept: Gemeinsame Vermarktung von Produkten, Verfahren und Technologien und die Erschließung von ausländischen Märkten ist die Idee. „Wir sind beispielsweise in Polen, Vietnam, Brasilien oder Jordanien aktiv“, sagte Netzwerk-Chef Frank Zörner. Der Verein hat mittlerweile 20 Mitglieder und repräsentiert circa 1200 Beschäftigte im Land. Hochschulen seien noch zurückhaltend in der Zusammenarbeit mit dem Netzwerk, erklärte Zörner. Eine bessere Vernetzung von Hochschulen mit der Praxis forderte gestern auch der Wirtschaftsminister Glawe.

 

Pressespiegel zum 20-jährigen Bestehen der OVVD

vom 11.06.2011

europaticker: 10. Juni 2011

Seidel:
Positives Beispiel für kommunale und privatwirtschaftliche Zusammenarbeit
20 Jahre OVVD - Abfallwirtschaft mit Wertschöpfung in Mecklenburg - Vorpommern

Die Ostmecklenburgisch Vorpommersche Verwertungs- und Deponie GmbH (OVVD) feiert ihr 20-jähriges Bestehen. "Die Gesellschaft ist ein positives Beispiel für kommunale und privatwirtschaftliche Zusammenarbeit, für eine moderne Abfallwirtschaft und für eine erfolgreiche Wertschöpfungskette in der Region", sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Freitag beim offiziellen Festakt in Rosenow (Landkreis Demmin). Die OVVD entsorgt den Müll der fünf Landkreise Müritz, Mecklenburg-Strelitz, Demmin, Uecker-Randow, Ostvorpommern sowie der Stadt Neubrandenburg, betreibt dazu die Deponie Rosenow und ist beteiligt an der Abfallbehandlungsanlage Rosenow. Seit 1991 hat sich das Müllaufkommen drastisch reduziert, es ist von 450 kg je Einwohner und Jahr auf 150 kg gesunken.

Die OVVD betreibt Umschlagstationen in Stern-Dennin, Demmin, Neustrelitz, Freidorf und Jatznick. Kreisübergreifende Strukturen seien angesichts der demografischen Entwicklung mehr denn je gefragt. "Denn eins halte ich für die Lebensqualität der Bürger auch in Zukunft für wichtig, ob in Klein Lukow, Quilitz oder auf einem Einzelgehöft - jeder muss sich darauf verlassen können, dass seine Mülltonne regelmäßig und pünktlich abgeholt wird", sagte Seidel.

40 Prozent der Landesfläche und 28 Prozent der Einwohner gehören zum Versorgungsgebiet der OVVD. "Das hier entwickelte und gewachsene Modell der kommunalen Zusammenarbeit stößt auch international auf Interesse", sagte Seidel. "Es ist interessant für Länder wie Polen, Bulgarien und Brasilien, in denen die Abfallwirtschaft noch im Aufbau begriffen ist."

Seidel hatte das Unternehmen erst als Landrat, dann als Umwelt- und Wirtschaftsminister begleitet. "Für die Leistungen der OVVD gilt das Solidarprinzip, jeder zahlt den selben Preis, unabhängig davon, woher der Abfall kommt", sagte Seidel. Die Deponie Rosenow, die Zusammenarbeit mit Nehlsen und Remondis als privatwirtschaftliche Partner, die mechanisch-biologische Behandlungsanlage und das Heizkraftwerk in Stavenhagen nutzen erfolgreich Synergien und sichern Wertschöpfung und Beschäftigung in der Region. Allein bei der OVVD sind es 96 Arbeitsplätze."

Die Ostmecklenburgisch-Vorpommersche Verwertungs- und Deponie GmbH ist die kommunale Entsorgungsgesellschaft der Landkreise Demmin, Müritz, Mecklenburg-Strelitz, Ostvorpommern, Uecker-Randow und der kreisfreien Stadt Neubrandenburg. Sie betreibt seit 1997 eine Deponie, die dem Stand der Technik (TASi) entspricht. Die Deponie befindet sich in Rosenow an der B 104 ca. 20 km westlich von Neubrandenburg. Parallel dazu wurden für den Transport der Abfälle aus dem Einzugsgebiet vier Umschlagstationen errichtet. Der Betrieb der Deponie sowie der Umschlagstationen in Demmin, Jatznick, Freidorf und Neustrelitz begann 1997. Die Deponie verfügt über eine Kapazität von 2 Mio. m³ für unbehandelten und 2 Mio. m³ für vorbehandelten Abfall. Bis zum Jahre 2004 wurden 1,5 Mio. m³ unbehandelter Abfall eingelagert. Die Entsorgungssicherheit ist mindestens bis zum Jahr 2021 gewährleistet. Seit dem 01.06.2005 ist die Ablagerung von unbehandeltem Abfall in Deutschland nicht mehr erlaubt. Deshalb wurde auf dem Gelände der Deponie Rosenow im Jahre 2004/2005 eine mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage errichtet.

Der Bau und Betrieb der mechanisch-biologischen Anlage Rosenow wurdevon der OVVD-Tochter Ostmecklenburgisch-Vorpommersche Abfallbehandlungs- und -entsorgungsgesellschaft mbH (ABG) vorgenommen. Die OVVD GmbH gründete eine gemischt-wirtschaftliche Gesellschaft für die Errichtung und den Betrieb der Restabfallbehandlungsanlage. An dieser Gesellschaft sind mit 49% der Geschäftsanteile private Partner beteiligt. 51% der Geschäftsanteile hält die OVVD.

Die Anlagenkapazität beträgt nach Erweiterung der biologischen Stufe im Jahre 2007 190.000 Mg/a, 120.000 Mg/a gemischte Siedlungsabfälle werden durch die OVVD GmbH geliefert und 60.000 Mg/a Abfälle sind durch Verträge mit privaten Entsorgern langfristig gesichert. Die Gründung und Beauftragung der gemischtwirtschaftlichen Gesellschaft ist mit Vergabebekanntmachung vom 15.07.2002 europaweit ausgeschrieben worden. Nach Durchführung eines Verhandlungsverfahrens nach § 3 a Nr. 1 Abs. 4 lit. c) VOL/A ist mit Beschluss des Aufsichtsrats sowie der Gesellschafterversammlung der OVVD GmbH vom 09.10.2003 am 05.11.2003 die Abfallbehandlungsgesellschaft (ABG) mit den privaten Entsorgern Rethmann (24,5 %) und Nehlsen (24,5 %) gegründet worden. Am 01.06.2005 ging die mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage (ABA) fristgerecht in Betrieb.

Die Deponie Freidorf GmbH ist ein Unternehmen des Landkreises Müritz. Die Gesellschaft wurde 1992 gegründet und hatte die Aufgabe, für den Landkreis Müritz eine Deponie nach dem Stand der Technik zu planen, zu bauen und zu betreiben. Die Deponie war aufgrund des Entsorgungsnotstandes notwendig geworden und hatte eine Laufzeit bis zur Fertigstellung der OVVD-Deponie Rosenow. Der Bau der Deponie erfolgte 1992, ab 01.01.1993 wurde der Betrieb aufgenommen. Es wurden bis Oktober 1997 157.000 t Hausmüll entsorgt. Mit Schließung der Deponie Freidorf begann die Phase der Rekultivierung und Nachsorge. In den Jahren 2001/2002 wurde die Abdeckung der Deponie fertig gestellt. Seit dem Jahr 1994 hat die Deponie Freidorf GmbH im Auftrag des Landkreises Müritz Wertstoffhöfe im gesamten Kreisgebiet errichtet und betrieben. Wertstoffhöfe bestehen in Waren-Ost, Waren-West, Malchow, Penzlin, Rechlin und Röbel. Seit dem Jahre 2004 ist der Landkreis Müritz alleiniger Gesellschafter der Deponie Freidorf GmbH. Das Aufgabengebiet der Deponie Freidorf GmbH wurde mit dem Auftrag der Reinigung der DSD-Stellplätze des Landkreises erweitert. Die Übertragung weiterer Aufgaben des Landkreisesist geplant. Die Geschäftsführung der Deponie Freidorf GmbH wird von der OVVD im Rahmen einer Geschäftsbesorgung wahrgenommen.

Ostsee-Zeitung, 10.06.2011

Müll-Entsorger: Abfall zur Energiewende nutzen

Rosenow (dpa/mv) - Der Müll wird nach Angaben von Abfallexperten künftig stärker als bisher zur Energiewende beitragen können. «Da gibt es noch Möglichkeiten», sagte der Geschäftsführer der OVVD GmbH in Rosenow (Kreis Demmin), Hans-Jürgen Geier, am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Auf dem Deponiegelände des größten kommunalen Müllentsorgers im Nordosten wird bereits in einem Blockheizkraftwerk das Gas der Deponie «verstromt» und ein Großteil des energiereichen Mülls in einem Heizkraftwerk im benachbarten Stavenhagen zu Dampf und Strom verarbeitet. Die Ostmecklenburgisch Vorpommersche Verwertungs- und Deponiegesellschaft versorge sich schon zu 90 Prozent selbst mit Strom. «Die Abfallwirtschaft entwickelt sich zur Energiewirtschaft», konstatierte der Geschäftsführer

 

Breites Kreuz und der Blick voraus

vom 09.06.2011

Abfall. Vor 20 Jahren schlossen sich mehrere Landkreise der Region zur OVVD zusammen, um die Müllentsorgung in geordnete Bahnen zu lenken.

Von Jörg Spreemann

Neubrandenburg/Rosenow. Wer mit Abfall zu tun hat, muss manchmal starke Nerven haben: Etwa, wenn eine zwei Meter lange Schlange in der Sortieranlage zappelt, eine Leuchtrakete zum Vorschein kommt, oder eine Rentnerin anruft, die Schmuck im Wert von 16 000 Euro in der Mülltonne versenkt haben will. Wer mit Abfall zu tun hat, weiß aber auch, was passiert: Großereignisse hinterlassen ihre Spuren, wie das Fusion-Festival in Lärz. Dann scheppern Unmengen von Pfandflaschen durch die mechanisch-biologische Abfallbehandlung in Rosenow (Landkreis Demmin). Ansonsten ist die Müllentsorgung ein Geschäft, das die Verbraucher nur aufregt, wenn die Gebühren steigen oder die Tonne nicht pünktlich abgefahren wird. "Mit Müll will keiner was zu tun haben", winkt Hans-Jürgen Geier ab. Der Geschäftsführer der Ostmecklenburgisch Vorpommerschen Verwertungs- und Deponie GmbH OVVD sorgt mit seiner inzwischen 100-köpfigen Mannschaft dafür, dass der Abfall aus dem Osten-Mecklenburg-Vorpommerns so behandelt wird, wie gesetzlich vorgeschrieben. Und dass die Kosten und damit die Müllgebühren - im Rahmen bleiben.
Geier erinnert sich gut an die stürmischen Anfangsjahre der OVVD, die im Juni 1991 von den damaligen Kreisen Waren, Röbel, Neustrelitz, Altentreptow, Strasburg sowie der Stadt Neubrandenburg ins Leben gerufen wurde. "Nach der Wende musste die gesamte Abfallwirtschaft umgekrempelt werden, um die neuen Gesetze einzuhalten", erzählt der heute 62-Jährige.
Von Seiten der Bundesregierung sei den Kommunen damals empfohlen worden, sich zusammenzuschließen. Mit der Marktwirtschaft waren anfangs riesige Müllmengen verbunden. "Man glaubt gar nicht, was damals alles weggeschmissen wurde", sagt er. Versprochene blühende Landschaften und 500000 Einwohner sollten, so die anfänglichen Planungen, 400000 Tonnen Müll machen. Doch es kam anders.

Der frisch gebackene OVVD-Chef Geier und anfangs einziger Mitarbeiter - musste in den ersten Jahren ein breites Kreuz haben. Die kommunale Gesellschaft ging auf die Suche nach dem Standort für eine Großdeponie für die gesamte Region. Waren anfangs aufgrund ihrer geologischen Beschaffenheit 30 Flächen in der engeren Auswahl, blieb letztlich Rosenow übrig. "Uns machte vor allem der schlechte Ruf der Mülldeponie Schönberg in Westmecklenburg zu schaffen", sagt er. Geier bekam es mit Bürgerinitiativen, Landwirten und Anwohnern zu tun, die keine Müllberge vor der Haustür haben wollten. "Das ist doch viel zu groß, was ihr da bauen wollt", erinnert er sich an einen oft genannten Einwand. Hinzu kam das Schlachtfeld der geplanten Müllverbrennung in Neubrandenburg, die seinerzeit wütenden Widerstand hervorrief. "Wir konnten nur eines machen: mit den Leuten reden, reden, reden", so Geier. Und sich an der Entwicklung von Rosenow und den umliegenden Gemeinden zu beteiligen.

Geier ist jemand, der voraus schaut und sich nicht gern überraschen lässt. So wurden die Planungen für den Müllofen in Neubrandenburg zwar abgeschlossen, aber nicht ausgeführt. "Es zeichnete sich damals ab, dass die Entwicklung woanders hingeht", erläutert er. Frühzeitig schwenkte die OVVD auf einen neuen Anlagentyp um. Als Mitte 2005 Müll nicht mehr unbehandelt auf die Deponie durfte, war die OVVD einer der ersten Entsorger, der sich an die mechanisch-biologische Müllbehandlung wagte. Heute findet Geier kaum Termine für die zahlreichen ausländischen Delegationen, die sich die Klinke in die Hand geben, um sich die Anlage in Rosenow anzuschauen.

Der Müll, mit dem OVVD ihr Geld verdient, kommt längst nicht in den Mengen zusammen, wie Anfang der 90er Jahre erwartet. Die halbe Million Menschen im Osten des Landes produziert lediglich 170 000 Tonnen Abfall. Rechtzeitig bringt Geier mit Partnern aus der Privatwirtschaft ein Projekt ins Laufen, das andernorts inzwischen Nachahmer gefunden hat.

In dem Heizkraftwerk, das im nahen Stavenhagen den Kartoffelverarbeiter Pfanni mit Dampf versorgt, werden energiereiche Abfallbestandteile, die in Rosenow ausgesiebt wurden, verbrannt. Das sichert der OVVD Einnahmen, um steigende Kosten, wie für Energie und Diesel, im Zaum zu halten. Seit 6 Jahren könne die OVVD den Preis von 105 Euro für die Behandlung einer Tonne Hausmüll halten. Was Rosenow kassiert, geht zu einem Drittel in die Abfallgebühren der Haushalte ein. Das bleibe auch nach der Kreisreform so. "An uns liegt es nicht, wenn irgendwo die Müllpreise steigen", so Geier.

© Nordkurier.de am 09.06.2011

Oberflächenabdichtung auf 8,5 ha fertiggestellt

vom 18.08.2009

Nach zweijähriger Bauzeit wurde am 18.08.2009 das endgültige Oberflächenabdichtungssystem in einem ersten Abschnitt des Südpolders der AEA Rosenow fertiggestellt und mangelfrei abgenommen. Auf einer Fläche von 8,5 ha ist ein zur TASI-Regelabdichtung alternatives Oberflächenabdichtungssystem aufgebracht worden, welches die Dichtungskomponenten Kunststoffdichtungsbahn (als Konvektionssperre) mit darauf liegender Wasserhausschaltschicht beinhaltet. Zur Gewährleistung des weiteren biologischen Abbaus im Deponiekörper wurde ein Dränsystem unter der Oberflächenabdichtung installiert, mit welchem die Deponie gezielt bewässert werden kann. Somit wurde einer Mumifizierung des Abfalls entgegengewirkt.

 

Neue Deponieverordnung tritt am 16.07.2009 in Kraft

vom 14.07.2009

Am 16.07.2009 tritt mit der Verordnung zur Vereinfachung des Deponierechts vom 27.04.2009 mit dem Artikel 1 die Verordnung über Deponien und Langzeitlager (Deponieverordnung – DepV) in Kraft. Diese Verordnung setzt die bisher geltenden Regelwerke

- Deponieverordnung,

- Abfallablagerungsverordnung,

- Deponieverwertungsordnung sowie die

- TA Abfall, Teil 1 und

- TA Siedlungsabfall

in dieser neuen Deponieverordnung zusammen. Die Zuordnungskriterien für die Deponieklasse 2 (Abfallentsorgungsanlage Rosenow) sind gemäß DepV, Anhang 3 neu geregelt.

Die Benutzerordnung der OVVD GmbH einschließlich Positiv- und Preisliste ist ab sofort im Download in der entsprechenden Rubrik abrufbar. Die Zuordnungskriterien für die Anlieferung für Deponieklasse 2 sind für die Entsorger der OVVD GmbH gemäß Anhang 3 ab dem 16.07.2009 verbindlich.

 

Entsorger erneuert Preisgarantie für Müll

vom 25.10.2008

GEBÜHREN Die Behandlung des Abfalls aus der Region im Rosenower OVVD-Zentrum soll bis 2011 für die Kunden nicht teurer werden.

ROSENOW (JSP). Die Haushalte im Osten des Landes können in den kommenden Jahren mit stabilen Müllgebühren rechnen. Der kommunale Regionalentsorger OVVD in Rosenow (Landkreis Demmin) erneuerte gestern ungeachtet höherer Aufwendungen für Energie und Diesel seine Garantie, bis 2011 den Müll aus den Kreisen Ostvorpommern, Demmin, Müritz, Uecker-Randow, Mecklenburg-Strelitz und der Stadt Neubrandenburg zu unveränderten Kosten entgegenzunehmen. „Unter Umständen können wir den Preis auch länger halten“, sagte OVVD-Geschäftsführer Hans-Jürgen Geier nach einer Aufsichtsratsitzung. Die OVVD entsorgt den Abfall von rund einer halben Million Einwohner zum Preis von 105 Euro je Tonne und bereitet den Müll bei Rosenow mechanisch-biologisch auf. Wie Geier weiter sagte, rechne die OVVD im kommenden Jahr mit steigenden Energiekosten in Höhe von rund 20 Prozent. Dieser Anstieg könne vor allem durch den Verkauf sogenannter Ersatzbrennstoffe an das Heizkraftwerk in Stavenhagen aufgefangen werden. Bei dem Material handelt es sich in erster Linie um Kunststoffreste, die in Rosenow dem Müll entzogen werden. Zudem biete das Abfallzentrum Rosenow den Vorteil kurzer Wege, so der Geschäftsführer. In der Nähe des Ortes an der B 104 werden die Müllreste nach mehrwöchigem Verrottungsprozess deponiert. Als Risiko für die Kostenkalkulation der OVVD bezeichnete Geier die Ungewissheit über die anstehende Gebietsreform. Jede Änderung des Zuschnitts der Kreise könne zu einer Verkleinerung des OVVD-Einzuggebietes und zu einem Sinken der Müllmengen für Rosenow führen. Mit 190 000 Tonnen im Jahr sei die Anlage derzeit voll ausgelastet, sagte Geier. Die Kosten für die Abfallbehandlung fließen zu durchschnittlich 45 Prozent in die Müllgebühren der Haushalte ein. Die genauen Tarife werden in den beteiligten Landkreisen und in Neubrandenburg bestimmt. Für Ostvorpommern hatte die Kreisverwaltung kürzlich bereits stabile Preise für die nächsten Jahre in Aussicht gestellt.

Müllberg zur Energiequelle aufgerüstet

vom 25.10.2008

Jens Bengelsdorf (links) und Benno Borgwald kontrollieren im OVVD-Abfallzentrum das ?berdruckventil eines Entsorgungsbeh?lters. Foto: Udo Zander

VON JÖRG SPREEMANN

ROSENOW. Über den Müll wächst das Gras: Bis in eine Höhe von rund 30 Metern ragt der Abfallberg, den rund eine halbe Million Einwohner von der Ostsee bis an die Müritz seit 1997 produziert haben. Präsentierte sich Anfang Oktober der kegelförmige Hügel nahe Rosenow (Landkreis Demmin) noch erdbraun, haben die wärmenden Strahlen der Herbstsonne inzwischen den Müllberg begrünt. Auf rund 2,3 Millionen Tonnen Abfall beziffert Hans-Jürgen Geier, Geschäftsführer der Ostmecklenburgisch-Vorpommerschen Verwertungs- und Deponiegesellschaft (OVVD), die hier lagernden Hinterlassenschaften der Zivilisation. Etwa die Hälfte des Südpolders, so bezeichnet die OVVD den Müllberg, wurde in diesem Jahr mit Erde und Folie komplett abgedeckt, im nächsten Jahr soll der Rest folgen. Kosten: Fünf Millionen Euro. „So eine Deponie bleibt 30 bis 50 Jahre lang aktiv“, erläutert Geier. Sickerwasser werde aufgefangen und das Grundwasser laufend geprüft. Zudem werde vermessen, wie sich der Deponiekörper setzt. In den OVVD-Kostenkalkulationen „verschlingt“ der Südpolder nicht nur Müll und Geld, sondern wird zum Energielieferanten aufgerüstet. Schon jetzt treibe das abgesaugte Deponiegas Methan ein Kraftwerk mit 1,2 Megawatt installierter Leistung an, berichtet der Geschäftsführer. Der Strom werde in das öffentliche Energienetz eingespeist. Für den bereits begrünten Südhang hat Geier weitere Pläne: Hier sollen möglichst schon ab dem nächsten Jahr Solarkollektoren mit einer Leistung von 1,8 Megawatt installiert werden. Dieses Vorhaben sei ein weiterer Bestandteil des OVVD-Energiekonzeptes. „Wir streben eine komplett eigenständige Versorgung an“, unterstreicht Geier mit Blick auf die rasant wachsenden Aufwendungen für Energie. Laut Geschäftsführer wagt sich die OVVD auch auf Neuland. Derzeit werde auf dem Gelände des Abfallzentrums eine „Technikumsanlage“ errichtet. Die ersten Container stehen bereits. „Wir wollen in einer Versuchsapparatur prüfen, ob sich auch aus frischem Müll Biogas in Erdgasqualität gewinnen lässt“, erklärt Geier. Die Anwendung neuer Verfahren böte heimischen Unternehmen die Chance, innovative Technologien zu entwickeln. „Das begreifen wir als Wirtschaftsförderung“, so Geier. Inzwischen diene das Rosenower Abfallzentrum als Referenzanlage für das noch junge Umweltnetzwerk „enviMV“. @!www.ovvd.de